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Porträt von K. J. Michels, fotografiert von Andreas Mühe.
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Geschichte
Die gemeinnützige Stiftung Kurt-Josef Michels widmet sich seit ihrer Gründung im Jahr 2016 der Förderung von Kunst und Kultur. Die Wurzeln dieses Engagements reichen jedoch weit darüber hinaus.
Mit der Gründung der ersten Rehabilitationsklinik durch Kurt-Josef Michels in Leipzig im Jahr 1993 begann zugleich die Förderung regionaler Künstlerinnen und Künstler. Durch die unmittelbare Nähe zur Galerie EIGEN + ART und den engen Austausch mit ihrem Gründer Gerd Harry Lybke entstand früh eine Verbindung zur Leipziger Kunstszene, die bis heute besteht.
Diese frühen Begegnungen ebneten den Weg für weitere künstlerische Entdeckungen. Über die Jahre entwickelte sich eine Sammlung, die weniger von kunsthistorischen Kategorien als vielmehr von persönlichen Beziehungen, gemeinsamen Erfahrungen und der Verbundenheit zu bestimmten Orten geprägt ist.
Ein prägender Partner auf diesem Weg war die Bildgießerei Noack in Berlin. Aus zahlreichen Begegnungen und einer über Jahrzehnte gewachsenen Zusammenarbeit entwickelten sich enge Freundschaften zu Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke bis heute einen wichtigen Bestandteil der Sammlung bilden.
Besonders deutlich wird dies an der Beziehung zur Bildhauerin Anna Bogouchevskaia. Die aus Russland stammende Künstlerin lebt seit den 1990er Jahren in Berlin und verbindet eine langjährige persönliche Freundschaft mit Kurt-Josef Michels. Aus dieser Verbundenheit entstand über die Jahre eine umfangreiche Werkgruppe, die den Gedanken einer Sammlung als Begleitung künstlerischer Lebenswege exemplarisch verkörpert.
Die Sammlung zeichnet sich nicht durch das Streben nach Vollständigkeit oder Marktwert aus. Vielmehr ist sie das Ergebnis von Vertrauen, langfristiger Unterstützung und dem Glauben an künstlerische Entwicklungen. Zahlreiche Werke wurden bereits erworben, lange bevor die Künstlerinnen und Künstler internationale Anerkennung fanden. Oft entstanden über Jahre hinweg Beziehungen, die weit über den Erwerb einzelner Arbeiten hinausgingen.
Aus dieser Haltung entwickelte sich über Jahrzehnte eine Sammlung, die bis heute kontinuierlich wächst und schließlich den Grundstein für die Gründung der gemeinnützigen Stiftung Kurt-Josef Michels legte. Die Stiftung versteht sich als Fortführung dieses Engagements: Sie bewahrt die Vergangenheit, begleitet die Gegenwart und schafft Raum für die Kunst der Zukunft.
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Fotografie von Andreas Mühe
Unternehmer
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Zukunft
Die kommenden Jahre stehen im Zeichen einer behutsamen und nachhaltigen Weiterentwicklung der Stiftung. Bestehende Förderungen, Kooperationen und Leihgaben sollen fortgeführt und zugleich schrittweise um neue Formate und Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergänzt werden.
Ein zentrales Anliegen bleibt die stärkere Öffnung der Sammlung. Durch die Vergabe von Leihgaben an Museen, Ausstellungshäuser und andere kulturelle Einrichtungen sollen die Werke einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Dabei versteht die Stiftung ihre Sammlung nicht als abgeschlossenen Bestand, sondern als lebendiges Gefüge, das durch neue Perspektiven, Begegnungen und künstlerische Positionen kontinuierlich erweitert wird.
Auch die Förderung junger und aufstrebender Künstlerinnen und Künstler soll künftig eine wichtige Rolle einnehmen. Durch gezielte Unterstützung, langfristige Kooperationen und die Begleitung ausgewählter Projekte möchte die Stiftung künstlerische Entwicklungen ermöglichen und Freiräume für neue Ideen schaffen.
Darüber hinaus soll die Präsenz von Kunst im öffentlichen und gesellschaftlichen Raum weiter gestärkt werden. Langfristige Leihgaben und Kooperationen mit unterschiedlichen Institutionen sollen dazu beitragen, Kunst über traditionelle Ausstellungsorte hinaus sichtbar und für Menschen im Alltag erfahrbar zu machen.
Dabei versteht die Stiftung Wachstum nicht als Selbstzweck. Neue Projekte, Erwerbungen und Kooperationen sollen nachhaltig, mit langfristiger Perspektive und Schritt für Schritt entwickelt werden.
Ziel ist es, das über Jahrzehnte gewachsene persönliche Engagement in eine lebendige und zukunftsorientierte Stiftungsarbeit zu überführen. Eine Stiftung, die nicht nur sammelt und bewahrt, sondern ebenso fördert, vermittelt und neue künstlerische Entwicklungen begleitet.

